Das Kyoto-Protokoll ist ein am 11. Dezember 1997 beschlossenes Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) der Vereinten Nationen mit dem Ziel des Klimaschutzes.
Neben den "alten" Treibhausgasen Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) werden auch drei "neue" Treibhausgase berücksichtigt, nämlich teil- und vollfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKWs, FKWs) und Schwefelhexafluorid (SF6).
Zielperiode 2008 bis 2012
Für diese Zielperiode werden Reduktionsziele festgelegt. Das sind Durchschnittswerte, die über diese Fünfjahresperiode gegenüber dem Basisjahr 1990 erreicht werden müssen. Damit werden beispielsweise die jährlichen Temperaturschwankungen ausgeglichen.
Verbindliche Reduktionsziele für die Industriestaaten
38 Industriestaaten, die sogenannten Annex I Länder der bei der Umweltkonferenz von Rio im Jahr 1992 beschlossenen Klimakonvention, vereinbarten erstmals völkerrechtlich verbindliche Reduktionsziele für diese sechs Treibhausgase. Insgesamt wollen diese Länder bis zur Zielperiode die Emissionen um 5,2% reduzieren. Zu Reduktionen haben sich dabei die wichtigsten Verhandlungsteilnehmer
( EU, Japan, USA ) bereiterklärt.